ÜBER DIE BÜCHERDIEBIN

Warum nenne ich mich "Bücherdiebin"?
Natürlich bin ich keine "Bücherdiebin" in dem Sinne, dass ich Bücher stehle wie die kleine Liesel Memminger in dem Buch von Markus Zusak. Trotzdem bin ich jederzeit auf der Suche nach einem neuen Buch, "stehle" aktuelle Buchempfehlungen (von Freunden, von den vielen Blogs im Internet oder beim Stöbern in der Buchhandlung) und leihe mir unentwegt Bücher aus der Bücherei aus - die ich natürlich ordnungsgemäß wieder zurückgebe. Gemeinsam mit der Bücherdiebin habe ich die große Leidenschaft für Bücher: Bücher sind für uns beide wertvolle Schätze, die uns in ferne Welten entführen sowie ganz besondere Erlebnisse und Erinnerungen in sich bewahren können.


Das Buch "Die Bücherdiebin"
Es ist eigentlich nur eine kleine Geschichte,
und sie handelt unter anderem von:
- einem Mädchen
- ein paar Worten
- einem Akkordeonspieler
- ein paar fanatischen Deutschen
- einem jüdischen Faustkämpfer
- und einer ganzen Menge Diebstählen

"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak gehört für mich zu den wundervollsten Büchern, die je geschrieben wurden. Die Sprache ist mit so treffenden Bildern gespickt, dass ich auf jeder Seite erneut ins Staunen geraten bin. Und der Blickwinkel des Erzählers ist wirklich einmalig: der Tod persönlich berichtet uns von dem Geschehen des 2. Weltkriegs, doch nicht auf die düstere und makabere Weise, die man vermuten mag, sondern mit viel Gefühl und Trauer in der Stimme, fast wie ein Freund. Überhaupt liebe ich die ganze Struktur des Buches, denn immer wieder gibt es kleine Anmerkungen, Anekdoten, Symbole, Fußnoten, ja einmal sogar ein ganzes gemaltes Kapitel. Man leidet mit der Protagonistin Liesel Memminger mit, wenn sie nach und nach die geliebten Menschen um sich herum verlieren muss, doch immer bleibt die Hoffnung: Das geschriebene Wort treibt Liesel weiter und mit jedem Buch, das sie stiehlt, öffnet sich ein neuer Weg in ihrem Leben. Wunderschön!


Was liest die Bücherdiebin gerne? 


Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, da ich in sehr viele Bereiche gern hineinschnuppere. Hier habe ich einmal die Genres aufgelistet, aus denen ich am meisten lese, und dazu noch ein paar Beispiele, welche Bücher mir jeweils sehr gut gefallen haben:

Contemporary Young Adult
z.B. "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis, "Rückenwind" von Max Urlacher, die Bücher von John Green, "Damals, das Meer" von Meg Rosoff, "The perks of being a wallflower" von Stephen Chbosky, "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" von Jennifer E. Smith und natürlich "Der Joker" von Markus Zusak

Gegenwartsliteratur und moderne Klassiker
z.B. "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner, "Abbitte" und weitere Bücher von Ian McEwan, "Lila, Lila" von Martin Suter, "Weißer Oleander" von Janet Fitch, "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina Hagena, "Kafka am Strand" von Haruki Murakami, "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury, "Der Vorleser" von Bernhard Schlink oder "Die Glasglocke" von Sylvia Plath. Und ich liebe die Großstadt-Gedichte von Mascha Kaléko! 

Fantasy
eher aus dem Young-Adult-Bereich: auf jeden Fall die komplette "Harry Potter"-Reihe von J.K. Rowling oder die "Splitterherz"-Trilogie von Bettina Belitz, gerne auch Dystopien wie "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins oder die "Selection"-Trilogie von Kiera Cass; und dann natürlich noch "Der siebte Schwan" von Lilach Mer und "Die Brautprinzessin" von William Goldman 

Moderne Theatertexte
z.B. "Zerbombt" von Sarah Kane, "Closer" von Patrick Marber, "Die Stühle" von Eugene Ionesco, "Die Heimkehr" von Harold Pinter, "Endspiel" von Samuel Beckett und - nicht mehr ganz so modern - "Ein Traumspiel" von August Strindberg

Kinderbuchklassiker
z.B. "Momo" von Michael Ende, "Der geheime Garten" von Frances Hodgson Burnett, "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, "Little Women" von Louisa May Alcott oder "Eine Woche voller Samstage" von Paul Maar und "Löcher" von Louis Sachar

Thriller
lese ich etwas seltener und nur, wenn ich gerade starke Nerven habe ;-)  z.B. "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche" von Simon Beckett oder "Cupido" und "Morpheus" von Jilliane Hoffmann

und natürlich habe ich auch noch ein "guilty pleasure" beim Lesen: Ballett-Bücher 
am liebsten die 22-teilige "Cindy"/"Drina"-Reihe von Jean Estoril; toll sind aber auch die "Ballerina"-Bücher von Brigitte Blobel oder "Ballet Shoes" von Noel Streatfield - die erinnern mich an alte Kindheitstage :-)