SCHÖNE ZITATE

Hier findet ihr meine Schatzkiste mit Zitaten, die ich aus meinen aktuellen Büchern gesammelt habe. Ich werde immer mal wieder etwas dazuschreiben, wenn ich schöne Zitate entdecke. Es lohnt sich also, ab und an vorbeizuschauen ;)



Buchzitate:


"Eine schwierige Kindheit ist wie ein nsichtbarer Feind, dachte ich. Man weiß nie, wann er zuschlagen wird."
Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

"Du musst endlich die Vergangenheit vergessen. Weißt du, wie viele Menschen es schlechter hatten als wir? Du bist nicht schuld an deiner Kindheit und am Tod unserer Eltern. Aber du bist schuld daran, was diese Dinge mit dir machen. Du allein trägst die Verantwortung für dich und dein Leben. Und wenn du nur tust, was du immer getan hast, wirst du auch nur bekommen, was du immer bekommen hast."
Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit 

"Ich habe eigentlich immer nur gelesen, um zu fliehen, um mich von ein paar Sätzen oder einer Geschichte trösten zu lassen. Früher wollte ich unbedingt eine Romanfigur werden. Unsterblich sein und für immer in einem Buch leben, während mich jeder von außen lesen und beobachten kann."
Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit 

"Erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin. Ich bin es, wenn ich zulasse, dass meine Vergangenheit mich beeinfluss, und ich bin es umgekehrt genauso, wenn ich mich ihr widersetze."
Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

"Ich habe eine ganze Datei mit Schreckensbildern, aber ich behalte sie für mich. Was wäre, wenn ich eins davon mitten in diesen Absatz einbauen würde, wie eine Landmine? Du könntest es nie vergessen; es wäre für immer ein Teil von dir, ein kleiner Granatsplitter in deinem Gehirn."
Meg Rosoff - Was ich weiß von dir

"Sie mag sie nicht besonders, wobei sie auch einräumt, dass es nicht leicht ist, liebenswert zu sein, wenn man unglücklich ist."
Meg Rosoff - Was ich weiß von dir

"Unser Gehirn steckt Situationen und Personen in Schubladen, weil es zu anstrengend ist, die Dinge in der Schwebe zu lassen. Wir brauchen unsere Helden und Bösewichter. So ist es jedenfalls bei mir. Ein Durcheinander oder Grauzonen lösen ein psychisches Unbehagen aus."
Susan Juby - Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

"Glaubst du, alles im Leben ist vorbestimmt?", fragte Kati. "Ich meine, dass wir auf einem Gleis sitzen und nicht runterkönnen und immer nur in unserer Spur weiterfahren?"
"Quatsch", sagte ich, "wenn die Menschen auf Gleisen leben würden, könnten sie nie zusammenkommen. Also, dann würden sie immer nur parallel nebeneinander herfahren. Und wenn man sich berührt, ist das gleich ein Unfall und es gibt Verletzte und Tote."
Christoph Scheuring - Echt

Ich fragte Ray, ob er es merkwürdig fand, dass ich vor ihm mit keinem anderen Mann Sex gehabt hatte. Er dachte lange darüber nach. »Es entspricht deinem Wesen«, antwortete er schließlich. »Du bist ein Mensch, der immer aufrichtig sein muss, und du musstest warten, bis du deine einzige große Liebe auf Erden gefunden hast.«
Joyce Maynard - Das Leben einer anderen

"Großmütter sind bessere Mütter, eine Mutter hat zu viel damit zu tun, Frau zu sein."
Grégoire Delacourt - Alle meine Wünsche

"Das Leben besteht im Allgemeinen aus Zetteln, die man sich schreibt. Um nicht zu vergessen: Man muss täglich essen. Muss atmen. Muss schlafen. Muss sorgfältig messen, wie viel Platz denn noch bleibt, auf den Zetteln, die man sich schreibt.
Das Leben besteht im Allgemeinen aus Worten, die man sich sagt. Man sagt sie im Stillen und fast wider Willen nur immer sich selber. Worte wie Pillen. Sie helfen dagegen, dass man verzagt, weshalb man sich Worte sagt.
Das Leben besteht im Allgemeinen aus Dingen, die man nicht hat. Aus Liebesgeschichten. Aus Neffen und Nichten. Und aus dem Talent, Gedichte zu dichten. Man kauft sie, man greift sie, man schleppt sie und schleift sie, man trägt sie quer durch die Stadt, die Dinge, die man nicht hat.
Das Leben besteht im Allgemeinen und im Besond’ren, im Großen wie Kleinen, aus Abwesenheiten und Nichtexistenzen, verlorenem Spiel und verlorenen Tänzen. Das Leben besteht leider eben nur selten auch aus Leben."
Antonia Michaelis - Niemand liebt November

"In der Zeitung steht das, was die Leute sowieso sehen. In den Büchern stehen Sachen, die unsichtbar sind."
Antonia Michaelis - Niemand liebt November

"Wissen Sie, Stew", sagte Mr Hertz, "es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder Sie richten Ihr Leben danach ein, was andere Leute sagen oder denken, oder Sie tun einfach, was Sie wollen. Außerdem - wie kommen Sie darauf, dass es so wichtig ist, was Sie tun? Ich bin sicher, dass die anderen Leute genug andere Dinge haben, über die sie reden können."
Andrew Matthews - Winternachtstraum

"Manchmal war sie sich nicht sicher, wer die größere Macke hatte: der Autor, der sich diesen kranken Mist ausdachte, oder sie, die sie sogar Geld dafür bezahlte, um es sich mit Axtmördern und Psychopathen am Pool gemütlich machen zu können."
Sebastian Fitzek - Passagier 23

"Die Vergangenheit setzt mir keine Scheuklappen auf, die Zukunft motiviert mich nicht. Ich konzentriere mich auf die Gegenwart, denn nur in ihr ist es mir bestimmt, zu leben."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Manche meinen, psychische Erkrankungen hätten mit Stimmungen zu tun, mit Fragen der Persönlichkeit. Sie glauben, Depression sei lediglich eine Form von Traurigkeit, und Zwangsneurotiker seien einfach irgendwie verkrampft. Sie glauben, die Seele sei krank und nicht etwa der Körper. Es sei etwas, so meinen sie, worüber man bis zu einem gewissen Grad selbst entscheidet. Ich weiß, wie falsch das ist. Als Kind begriff ich es nicht. Ich wachte in einem neuen Körper auf und konnte mir keinen Reim darauf machen, warum alles plötzlich gedämpfter und düsterer wirkte. Oder auch das Gegenteil – warum ich plötzlich völlig überdreht war und nie bei der Sache bleiben konnte, wie ein Radio auf höchster Lautstärke, das von einem Sender zum nächsten jagt. Da ich keinen Zugang zu den Gefühlen des Körpers hatte, nahm ich an, was ich da empfand, seien meine eigenen Gefühle. Mit der Zeit jedoch wurde mir klar, dass diese Anfälligkeiten, diese Zwänge ebenso zu dem jeweiligen Körper gehörten wie Augenfarbe und Stimme. Ja, die Gefühle selbst waren ungreifbar, formlos, aber ihr Ursprung war chemischer und biologischer Natur. Diesen Kreislauf kann man nur schwer durchbrechen. Der Körper arbeitet gegen dich. Und das steigert deine Verzweiflung nur umso mehr. Was wiederum das Ungleichgewicht noch krasser macht. Man braucht enorme Stärke, um das auszuhalten. Aber ich habe diese Stärke immer wieder erlebt. Wenn ich in eine Person geworfen werde, die sich damit herumschlägt, muss ich so stark sein wie sie und manchmal sogar noch stärker, weil ich weniger darauf vorbereitet bin."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Erwachsenwerden heißt unter anderem, die Realität nicht mehr nur von seinem eigenen Standpunkt aus zu betrachten."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Wenn blitzgescheite Menschen Parodien dazu liefern, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass weniger gescheite Menschen den Mumpitz glauben."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Die Fragen werden nie ein Ende nehmen. Jede Antwort führt zu neuen Fragen. Und wenn man in der Welt überleben will, muss man die eine oder andere davon stehen lassen."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Tanz ist ein vertikal zum Ausdruck gebrachtes horizontales Verlangen."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Wenn man ins Universum starrt, ist sein Mittelpunkt nur Kälte. Und Leere. Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein."
David Levithan - Letztendlich sind wir dem Universum egal

"Ach, das ist doch Quatsch, Anette. Ich verstecke meine Gefühle nicht. Im Gegenteil, ich lege sofort direkt los!"
"Das stimmt, aber du bist sehr schnell darin. Du brichst wie ein kleiner Vulkan explosionsartig aus, und ehe man sich versieht, machst du einen Witz und wechselst das Thema, und alles ist vorbei."
Ich fühle mich ertappt. Anette hat recht. Ich zeige durchaus Emotionen, glaube aber sofort, schon zu viel der Zeit meines Gegenübers beansprucht zu haben, und nehme die nächste Ausfahrt Gag. Sehr leicht zu durchschauen. "Meine Freunde müssen den Trick doch kapieren und nochmal nachfragen!"
Anette lächelt. "Karo, die anderen müssen gar nichts. In deiner Wunschwelt würden Sie dich durchschauen und schütteln und retten. Aber in ihrer Welt sind sie vielleicht einfach unsicher oder glauben, dass du nicht über dich sprechen willst."
Ach, Scheiße, denke ich.
"Ach, Scheiße!", sage ich.
"Karo, Menschen sind unterschiedlich! Und du wirst sie nicht ändern können!"
"Aber ich werde doch wohl noch ein bisschen mehr Empathie verlangen können?", frage ich, die Antwort schon wissend. Anette weiß auch, dass ich die Antwort schon weiß, und sagt deshalb nichts.
Sarah Kuttner - Mängelexemplar

"Mehr kann ich nicht tun. Ich kann das nicht heilen. Ich muss lügen, denn Angst ist sehr wohl schlimm. Angst ist das Gruseligste, was mir in meinem Leben je passiert ist, und ich möchte nicht, dass sie je wiederkommt."
Sarah Kuttner - Mängelexemplar

"Fällt Ihnen denn gar nichts auf? Sie sind sehr intelligent. Sie scheinen auch über einen sehr hohen emotionalen Intelligenzquotienten zu verfügen, und Sie sind über die Maßen empathisch, haben ein ausgezeichnetes Gespür für die Stimmung anderer. Nur bei sich selbst versagen diese Fähigkeiten total. Was Ihre eigenen Gefühle angeht, laufen Sie mit einem dicken Brett vor dem Kopf herum."
Sarah Kuttner - Mängelexemplar

"Ich bekomme das Gefühl, dass mein Körper mich austrickst. Mir vorspielt, dass es mir gut geht, und wenn ich mal kurz nicht aufmerksam bin, kann ich das kleine Feuer wieder riechen. Und wenn mein Körper mich bescheißt, bedeutet das, dass ich selbst mich bescheiße."
Sarah Kuttner - Mängelexemplar

"Manchmal sprach sie während jener Nachmittage in Bloomsbury davon, sich wie eine Gefangene zu fühlen. Kinder zerstören deinen Körper, und dann rauben sie dir den Schlaf, sagte sie. Ich liebe sie, natürlich liebe ich sie, aber manchmal, wenn sie schlafen, will ich aus dem Haus laufen, die Haustür hinter mir schließen und nie zurückkommen."
Sarah Butler - Alice, wie Daniel sie sah

"Er hat mir immer gesagt, ich solle mich stark zeigen, auch wenn ich mich nicht so fühle, weil das manchmal alles ist, was man tun kann."
Jessi Kirby - Der Soundtrack meines Lebens

"Smutek hatte keine Lust, mit einem von beiden zu reden. Er nahm ein Mädchen dran, das für gewöhnlich wenig auffiel. Sie hatte braune Haare und blaue Augen und zog ihre exzellenten schriftlichen Noten durch mangelhafte mündliche Mitarbeit in den Keller."
Juli Zeh - Spieltrieb

"Hunderttausende denken, dass einer allein nichts ändern könne, und sie haben verdammt noch mal recht."
Juli Zeh - Spieltrieb

"Meine Mutter hatte mal ein Gedicht über Flüsse geschrieben. Sie sind Frauen, schrieb sie. Beginnen als kleine Mädchen, schmale Bäche, mit Wildblumen geschmückt. Dann sind sie reißende Ströme, die sich ihren Weg durch puren Granit meißeln, sich über Felsvorsprünge stürzen, furchtlos und unwiderstehlich. Später werden sie fett und dienstbar, breite gemächliche Biegungen, die Handelsschiffe und Abwässer tragen, doch in den Tiefen ihres Unterbewusstseins gründeln gierige Welse, wachsen zur Größe von Schleppkähnen heran, und in den Jahrhundertstürmen erheben sie sich, vergessen all die Versprechungen, die sie gemacht haben, vergessen ihre Ehegelübde und ertränken alles weit und breit. Schließlich gehen sie auf, gehen geburtenleer und malariaträchtig in ein sumpfiges Schwemmdelta über, das ins Meer führt."
Janet Fitch - Weißer Oleander

"Du weißt ja, dass Höhenangst bloß Misstrauen gegenüber dem eigenen Selbst ist, Misstrauen, ob man womöglich springen wird."
Janet Fitch - Weißer Oleander

"Maja nickte leicht. Sie lebten, von außen betrachtet, einen Traum, den viele Menschen träumten. Das vermeintlich aufregendere, das vermeintlich bessere Leben, umweht vom Duft des Exotischen. Wie sehr das "bessere" Leben zur Besessenheit werden konnte und wie allgegenwärtig die Verachtung war, das wussten nur die, die sich damit herumschlugen."
Miriam Pielhau - Radiergummitage

"Weißt du, Mama, das Ergebnis ist tatsächlich erst einmal zweitrangig. Der Weg soll mein Ziel sein. Heutzutage zählt doch nichts mehr, was nicht irre viel Kraft, Disziplin oder Unmengen von Geld kostet. Oder: was im Zweifel richtig wehtut. Aus diesem Leistungsprinzip verabschiede ich mich gerade."
Miriam Pielhau - Radiergummitage 

"Die Nachfolgerin ist nicht immer Gewinnerin. Manchmal kann die Vorgängerin auch froh sein, nicht mehr da zu sein, wo sie einst war."
Miriam Pielhau - Radiergummitage

"Hunderttausende denken, dass einer allein nichts ändern könne, und sie haben verdammt noch mal recht."
Juli Zeh - Spieltrieb

"Das ist nämlich mein heimliches Hobby: Wörter freilassen. Ich würde niemals einen Menschen, den ich kenne, mein Tagebuch oder einen anderen Text von mir lesen lassen. Aber manchmal hinterlasse ich Textschnipsel an öffentlichen Orten, wo ein Fremder sie hoffentlich entdeckt. Ich weiß natürlich nie, ob das klappt, aber ich stelle mir gern das Gesicht desjenigen vor, der den Zettel liest."
Katrin Lankers - Lovetrain

"Wer zugibt, dass er feige ist, hat Mut!"
Katrin Lankers - Lovetrain



"Zeitgenössische Literatur im Einklang mit Klassikern, das fiel mir schwerer, als ich erwartet hatte. Vielleicht lag es daran, dass jede Generation ihren Schund erst mal aussortieren musste, bevor sich die wahren Schätze hervortaten."
Markus Walther - Buchland

"Ja. Der Leser. Autoren können zwar das Schicksal formulieren, doch in der Hand des Lesers liegt die Macht, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Durch ihn wird die Zukunft zur Gegenwart geführt, so dass sie schließlich zur Vergangenheit wird. Beschließt der Leser am Ende einer Seite, nicht umzublättern, sind die Protagonisten auf ewig dazu verdammt, in der Zeit zu verharren. [...] Erst ein Leser schenkt den Worten tatsächliches Leben. Es ist ein Prozess, der nur so lange andauert, wie der Leser seinen Geist darin einbringt."
Markus Walther - Buchland

"Das Land der Bücher ist schon immer ein Ort der Träume, Wünsche und Hoffnungen gewesen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es auch ein Land der unerfüllten Erwartungen und verborgenen Botschaften ist."
Markus Walther - Buchland

"Im schnellen Begeistern war ich immer gut – nur eben nicht darin, den Spannungsbogen zu halten."
Bettina Belitz - Vor uns die Nacht

"Geheimnisse gehören nicht in geschlossene Räume. Sie wollen schweben."
Bettina Belitz - Vor uns die Nacht

"Hast du nicht manchmal das Gefühl, dass du eigentlich zu Unrecht hier bist, dass du genaugenommen einfach bloß ein sehr besonderer Mensch bist, der ein bisschen mehr sieht und empfindet und spürt als andere und deshalb ein bisschen mehr denkt und verzweifelt?"
Kathrin Weßling - Drüberleben

"Dieses Aussteigen passiert einfach von allein. Erst mal merkst du überhaupt nichts. Du räumst die Wohnung auf, die Flaschen weg, und du atmest weiter ein, und du atmest weiter aus, und du isst weiter dein Essen und rufst weiter die Nummern in deinem Telefon an, und du gehst weiter nach draußen, und du gehst weiter in dein Büro und in dein Bett, wenn es Zeit dafür ist. Du bemerkst die Schäden, aber weil alles andere noch steht, weil die Autos noch fahren, die Busse noch für dich halten, die Verkäuferin noch mit dir spricht, weil du noch ausscheidest und schwitzt und dir die Schuhe zubinden kannst und weil du keine einzige blutende Wunde zu versorgen hast und weil kein einziger Schlauch in dir steckt, denkst du, dass du noch ein bisschen weitermachen kannst."
Kathrin Weßling - Drüberleben

"Es muß etwas passieren, damit die Geschichte interessanter wird«, sagte ich endlich zu Agnes. »Bist du nicht glücklich, so wie wir es haben?" "Doch", sagte ich, "aber Glück macht keine guten Geschichten. Glück läßt sich nicht beschreiben. Es ist wie Nebel, wie Rauch, durchsichtig und flüchtig. Hast du jemals einen Maler gesehen, der Rauch malen konnte?"
Peter Stamm - Agnes

"Überall wird von dieser wilden hemmungslosen Leidenschaft geredet, sagte er. Darum geht es auch in all den Songs. Deine Mutter war so. Sie war in die Liebe verliebt. Halbheiten kannte sie nicht. Sie empfand alles so intensiv, dass die Welt ihr zu anstrengend war. Sobald sie von einem Kind hörte, das Krebs hatte, oder einem alten Mann, dessen Frau gestorben war – oder vielleicht auch nur sein Hund –, fühlte sie mit diesen Leuten. Es kam mir immer vor, als fehlte ihr diese äußere dicke Hautschicht, die es anderen Leuten ermöglicht, durchs Leben zu gehen, ohne sich ständig zu verletzen. Die Welt wurde ihr zu viel."
Joyce Maynard - Der Duft des Sommers



"Die Schleuder setzte sich langsam in Bewegung und wurde dann allmählich schneller, so wie die Zuckerwattemaschine auf dem Jahrmarkt, bis sie himmlische Gerüche von sich gab. »Sie trennt den Honig«, sagte sie. "Holt das schlechte Zeug heraus, das gute bleibt drin. Ich hab immer gedacht, wie schön es wäre, so eine Schleuder für Menschen zu haben. Wirf sie einfach dort hinein, und die Schleuder tut das Ihrige."
Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin

"You are special. All you have to do is believe."
"But I told you already, I do believe," Emma said.
"Not in the curse," he said. "In yourself, Emma."
Odette Beane - Reawakened. A Once Upon a Time Tale

"Geschichten gehen ja normalerweise nicht so lange, bis alle tot sind, obwohl dann alles schön klar definiert wäre. Wir erzählen sie einfach bis zu einem bestimmten Moment und dann sagen wir plötzlich Ende, aber das heißt eben nicht, dass nicht auch danach noch irgendetwas Interessantes passiert; es heißt lediglich, dass wir an dem Punkt aufhören, die Geschichte zu erzählen. Vielleicht sollte unsere einfach hier und jetzt aufhören." 
Benjamin Constable - Die drei Leben der Tomomi Ishikawa

"Sterblichkeit ist die romantischste Geschichte, die je erzählt worden ist. Nur eine Chance, alles zu tun, was man tun sollte. Und dann zieht man wie von Zauberhand weiter."
Lauren Kate - Engelslicht

“It’s the most wonderful and terrible thing that can ever happen to you,” she said simply. “You know that you’ve found something amazing, and you want to hold on to it forever; and every second after you have it, you fear the moment you might lose it.” I sighed softly. She was absolutely right. Love is beautiful fear.
Kiera Cass - The Elite

"Ach, Wanda", seufzt sie, als ich nicht antworte. "Eure Generation geht mir auf die Nerven. Diese ständige Suche nach dem perfekten Glück. Das kann doch nichts werden."
Eva Lohmann - Kuckucksmädchen

"Ich weiß nicht mal, wieso Tiffany mich überhaupt gebeten hat, Geschlechtsverkehr mit ihr zu haben. Ich meine, ich bin doch kein besonders gut aussehender Typ. Sie ist hübsch, und sie könnte weiß Gott was Besseres haben als mich. Und deshalb denke ich jetzt, dass sie eine Nymphomanin ist. Was meinen Sie?"
"Ich weiß nicht, ob sie eine Nymphomanin ist oder nicht", sagt er. "Aber ich weiß, dass Menschen manchmal Dinge tun oder sagen, von denen sie meinen, dass andere sie von ihnen erwarten. Vielleicht wollte Tiffany eigentlich gar keinen Sex mit Ihnen haben und hat Ihnen nur etwas angeboten, von dem sie meinte, Sie würden es wertschätzen, damit Sie wiederum Tiffany wertschätzen."
Matthew Quick - Silver Linings

"Sonntags fühlten sich die Morgen anders an, man merkte es gleich. Die Luft hatte eine andere Beschaffenheit, sie war schwerer, und alles erschien dadurch ein wenig verzögert. Selbst vertraute Geräusche klangen anders. Gedämpfter und zugleich eindringlicher."
Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

"Immer wenn ich schwamm, fühlte ich mich in Sicherheit. Der Boden unter meinen Füßen konnte nicht weggezogen werden. Er konnte nicht brechen, nicht einsinken oder wegrutschen, weder sich auftun noch mich verschlingen. [...] Und Schwimmen, das war Fliegen für Feiglinge. Schweben ohne Absturzgefahr."
Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

"Wurden nur die Menschen vergesslich, die etwas zu vergessen hatten? War Vergesslichkeit einfach nur die Unfähigkeit, sich etwas zu merken? Vielleicht vergaßen die alten Leute gar nichts, sie weigerten sich nur, sich Dinge zu merken. Ab einer bestimmten Anzahl von Erinnerungen musste es doch jedem zu viel werden. Also war Vergessen auch nur eine Form des Erinnerns."
Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

"Und ich stellte fest, dass nicht nur das Vergessen eine Form des Erinnerns war, sondern auch das Erinnern eine Form des Vergessens."
Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

"Wenn ein weibliches Wesen von einem Mann ernsthaft erwartet, er würde ihr sein Verhalten und seine Gefühle erklären, dann muss es verrückt sein. Das hatte ich sogar schon damals, im zarten Alter von zehn Jahren, geahnt. In der WG meines Vaters lag auf dem Klo ein Riesenstapel Comics, hauptsächlich Lustige Taschenbücher von Donald Duck. Alabama Karl las gern Geschichten aus Entenhausen, während er ein Ei legte. Da konnte ich doch nicht ernsthaft erwarten, dass er mir einen komplexen emotionalen Vorgang plausibel machen würde. Männer leben doch alle irgendwie in ihrem eigenen Entenhausen."
Gernot Gricksch - Königskinder



"Meine Mutter hält 1984 nicht für eine Dystopie, sondern für einen Ratgeber über familiäres Zusammenleben."
"Kommt ja auch ein großer Bruder drin vor."
Boris Koch - Vier Beutel Asche

"Wir messen die Zuneigung eines anderen gern an der Höhe des Risikos, das er für uns einzugehen bereit ist."
 Markus Feldenkirchen - Was zusammengehört

"Das Glück eines Dorfes hängt davon ab, dass es einen gibt, den alle hassen können."
Alexandra Reinwarth - Das Glücksprojekt

"Opening my eyes, I realized I'd been going about this completely the wrong way. Nobody cleaned a mess this big by picking up one little piece at a time and separating it into this pile or that bag. Aunt Jean hadn't worried about recycling. She'd even resorted to a shovel at one point as we filled the Dumpster. I had to stop seeing each little thing individually and start seeing it as one giant thing that stood between me and the rest of my life."
C. J. Omololu - Dirty Little Secrets

"Wir blieben voreinander stehen, unsere Körpergerüche vermengten sich zu dem, was man Familie nennt."
Kevin Kuhn - Hikikomori

"Richtig und Falsch existieren nicht mehr. Du machst etwas, und wenn es dir gefällt, machst du es weiter. Und wenn nicht, dann beginnst du etwas Neues."
Kevin Kuhn - Hikikomori

"You can love someone so much, he thought. But you can never love people as much as you can miss them."
John Green - An Abundance of Katherines

"He always had books. Books are the ultimate Dumpees: put them down and they'll wait for you forever; pay attention to them and they always love you back."
John Green - An Abundance of Katherines

"Wenn man im Tod perfekt aussieht, heißt das nur, dass man nichts erlebt hat. Weil man zu feige war, etwas zu riskieren."
Katie Kacvinsky - Dylan & Gray

"Die meisten Menschen vergeuden ihr ganzes Leben mit Sorgen. Weil sie sich selbst viel zu wichtig nehmen, versuchen sie, gegen den Lauf der Dinge anzukämpfen: gegen die Zeit und das Altern, die Schwerkraft, den Tod. Sie sind so krampfhaft damit beschäftigt, alles zu planen und zu kontrollieren, dass sie vor lauter Stress vergessen zu leben."
Katie Kacvinsky - Dylan & Gray 

"Ich bin dankbar, dass sie mich genug liebt, um mir auch unangenehme Dinge zu sagen."
Katie Kacvinsky - Dylan & Gray

"Das, was ich für Jascha fühle, dachte er, liegt jenseits. Jenseits von Szenen hinter Schlüssellöchern, jenseits von nackter Haut und weichen Kissen. Es war seltsam, er hatte nicht gewusst, dass es etwas jenseits gab. Er hatte immer geglaubt, das Ziel, der Höhepunkt, die Erfüllung der Liebe wäre die Verschmelzung zweier Körper in maximalem Verlangen. Er hatte sich sehr geirrt."
Antonia Michaelis - Solange die Nachtigall singt

"Würde man unser Leben aufschreiben", sagte Putzi, "würde es auch niemanden interessieren, gell Max? Total unspektakulär. Da müsste man schon viel erfinden, um es interessant zu machen."
"Eher müsste man zwei Drittel weglassen", murmelte ich, "damit es halbwegs glaubwürdig wird."
Max Urlacher - Die Putzi-Diaries

"Auch auf die Gefahr hin, wie ein Klugscheißer zu klingen, schiller hat mal gesagt: 'Jede Empfindung ist nur einmal auf der Welt vorhanden, in dem einzigen Menschen, der sie hat. Worte aber muss man von Tausenden gebrauchen und darum passen sie auf keinen.'"
Max Urlacher - Die Putzi-Diaries

"Elsa, Sie wissen, dass ich nie gut darin war loszulassen. Der Himmel weiß, dass ich mich mein gesamtes Leben lang an Dinge geklammert habe, von denen ich mich besser gelöst hätte. Erst vor kurzem habe ich begriffen, dass man manchmal einfach die Vergangenheit hinter sich lassen muss. Man kann sie nicht zurückholen, und wenn man sich daran festhält, geht das Leben ohne einen weiter."
Ali Shaw - Der Mann, der den Regen träumt



"Ihr wisst, wann ihr sterben werdet?"
"Nicht wann, nur weshalb." Er warf ein Steinchen  ins Wasser. "Irgendwann muss jeder sterben, Mia."
"Trotzdem." Ich schüttelte den Kopf, in der Hoffnung, ihn wieder klar zu kriegen. "Ich finde die Vorstellung, das Warum zu wissen, schrecklich."
Die Verwunderung über meine Reaktion stand ihm ins Gesicht geschrieben. "Du lebst lieber damit, es nicht zu wissen?"
"Aber sicher doch", sagte ich im Brustton der Überzeugung.
Er überlegte. "Das wiederum würde mich wahnsinnig machen. Die Vorstellung, keine Ahnung zu haben, weshalb ich geboren wurde, welchen Sinn mein Leben hat, oder mich gar fragen zu müssen, ob es vielleicht nutzlos ist. Furchtbar."
Kim Winter - Sternenschimmer

"An jedem Pokertisch sitzt ein Trottel. Wenn du dich umsiehst und den Trottel nicht erkennst, dann bist du es."
Noam Shpancer - Der gute Psychologe

"Ich bin nie von einem kräftigen Jungen durch die Gegend getragen worden, ich habe nie am Esstisch so gelacht, dass mir der Bauch wehtat. Ich habe nie den Lärm gehört, den hundert Leute machen, wenn sie alle auf einmal reden. Frieden bedeutet Einschränkung. Das hier ist Freiheit."
Veronica Roth - Die Bestimmung

"Immer wenn ich eine große Liebe hatte sagte der Mann war sie wie die Knospe einer Lilie aber mit der Zeit hieß sie Renate"
Herta Müller - Vater telefoniert mit den Fliegen

"Siebte Stunde also - nur ein paar Stunden, um mich dafür oder dagegen zu entscheiden, mit einem Jäger auszugehen. Eigentlich sollte die Wahl leicht sein, offensichtlich, aber mir tut schon jetzt der Kopf weh. Ich habe die leise Ahnung, dass von nun an nichts mehr leicht sein wird."
Sophie Jordan - Firelight. Brennender Kuss

"Geschichten waren anders: Sie wurden lebendig durch das Erzählen. Ohne eine menschliche Stimme, die sie vorlas, oder ein Paar gebannt aufgerissene Augen, die sie beim Licht einer Taschenlampe unter der Bettdecke verfolgten, existierten sie im Grunde nicht in unserer Welt. Sie waren wie Samenkörner im Schnabel eines Vogels, die darauf warteten, auf die Erde zu fallen, oder wie Noten auf einem Blatt Papier, die sich danach sehnten, dass ein Instrument sie zum Klingen brachte. Sie schlummerten vor sich hin und hofften auf eine Gelegenheit, ihren Buchdeckeln zu entrinnen. Sobald jemand anfing, sie zu lesen, konnten sie sich verändern. Sie konnten sich in der Fantasie verwurzeln und den Leser verwandeln. Geschichten wollten gelesen werden, hatte seine Mutter ihm zugeflüstert. Sie brauchten es. Deshalb drängten sie sich aus ihrer Welt in unsere. Sie wollten, dass wir ihnen Leben gaben."
John Connolly - Das Buch der verlorenen Dinge

"Doch die Geschichten ließen sich nicht so einfach beiseiteschieben, und sie begannen, nach David zu rufen. Irgendetwas schienen sie in ihm zu spüren, zumindest glaubte er das, irgendetwas Neugieriges, Fruchtbares. Er hörte sie reden, erst leise, dann lauter und forderner.
diese Geschichten waren sehr alt, so alt wie die Menschen, und sie hatten überlebt, weil sie sehr mächtig waren. Es waren Geschichten, die noch lange im Kopf widerhallten, nachdem man das Buch, in dem sie standen, längst weggelegt hatte. Sie waren eine Flucht aus der Wirklichkeit, aber zugleich auch eine eigene, andere Wirklichkeit. Sie waren so alt und so seltsam, dass sie eine Art eigene Existenz entwickelt hatten, unabhängig von dem Papier auf dem sie standen. Die Welt der alten Geschichten existierte parallel zu unserer, wie Davids Mutter ihm einmal gesagt hatte, aber manchmal wurde die Wand, die beide voneinander trennte, so dünn und brüchig, dass die beiden Welten sich zu vermischen begannen."
John Connolly - Das Buch der verlorenen Dinge

"Ich habe nicht um den heißen Brei herumgeredet, wie andere Frauen es gerne tun und dann daran verzweifeln, dass der Mann ihre Anspielungen nicht kapiert. Es liegt nicht in der Natur des Mannes, Anspielungen zu kapieren. Ich habe ihm direkt gesagt, dass seine Gefühle meine waren, dass ich ihn verstanden habe. Dass ich ihn mochte. Rührt das gar nichts in ihm?"
Bettina Belitz - Linna singt

"Jeder von ihnen ist stärker als ich. Zusammen sind sie eine Armee. Es gibt keine schlimmeren Feinde als jene Menschen, die einst deine Freunde waren. Ich bin mutterseelenallein."
Bettina Belitz - Linna singt

"Mag sein, dass für manche die Literatur die angenehmste Art ist, das Leben zu ignorieren, wie Fernando Pessoa einmal geschrieben hat. Aber im Grunde will man das Leben doch nur dann ignorieren, wenn es so geworden ist, wie man es nicht haben wollte. Ich finde, Literatur muss die Welt nicht zwangsläufig draußen vor der Tür lassen - im Gegenteil! Oft genug holt sie die Welt auch zu uns herein."
Nicolas Barreau -  Die Frau meines Lebens



"Es gab die Menschen, die lasen, und es gab die anderen. Ob einer ein Leser war oder ein Nichtleser - man merkte es schnell. Es gab zwischen den Menschen keinen größeren Unterschied als diesen."
Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon

"Ich tastete den Stoff an und fühlte tatsächlich durch den Stoff etwas Rechteckiges, etwas, das biegsam war und leise knisterte - ein Buch! Ein Buch! Und wie ein Schuss durchzuckte mich der Gedanke: stiehl dir das Buch! Vielleicht gelingt es, und du kannst dir's in der Zelle verstecken und dann lesen, lesen, lesen, endlich wieder einmal lesen!"
Stefan Zweig - Schachnovelle

"Oft kam er mit Büchern für sie nach Hause, zu Weihnachten oder zum Geburtstag oder ohne besonderen Anlass, manchmal waren es alte Ausgaben mit wunderschönem Goldschnitt, manchmal gebrauchte Taschenbücher, für ein oder zwei Dollar an der Straßenecke gekauft. Mom war immer genervt, vor allem, wenn er eine neue Ausgabe eines Buches mitbrachte, das er schon in seinem Arbeitszimmer stehen hatte.
"Noch ein oder zwei Wörterbücher mehr, und dieses Haus bricht zusammen", sagte sie dann, "und du kaufst sogar noch Doppelexemplare?"
Aber Hadley verstand ihn. Sie sollte gar nicht unbedingt alle lesen. Vielleicht eines Tages einmal, aber für den Moment zählte vor allem die Geste. Er gab ihr das Wichtigste, was er zu geben hatte, auf die einzige Art, die er beherrschte. Er war Literaturprofessor, Geschichtenliebhaber, und errichtete ihr eine Bibliothek, so wie andere Männer ihren Töchtern vielleicht ein Haus bauten."
Jennifer E. Smith - Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

"Die Leute sollten nicht so ein Gewese darum machen und alle um die halbe Welt antanzen lassen, damit sie Zeugen ihrer Liebe werden. Wenn man sein Leben miteinander teilen will, wunderbar. Aber das ist eine Sache zwischen zwei Menschen, und das sollte reichen. [...] Nicht alle halten zweiundfünfzig Jahre durch, und wenn doch, dann spielt es auch keine Rolle, dass man mal vor all den Leuten gestanden und es öffentlich ausgesprochen hat. Das Wichtigste ist, dass man jemanden hat, der immer zu einem hält. Auch wenn alles scheiße läuft."
Er lacht. "Die Ehe: dafür, wenn alles scheiße läuft."
Jennifer E. Smith - Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

"Warum bin ich, wie ich bin? Was für eine komische Frage. Warum ist man so, wie man ist? Gene oder Erziehung? Etwas von beidem? Vielleicht ist es bei manchen keins von beidem. Vielleicht sollten sie zu etwas Bestimmten werden, aber dann stieß ihnen etwas Fürchterliches zu. Und vielleicht war nichts mehr so, wie es vorher war. Vielleicht."
Cat Clarke - vergissdeinnicht

"Es ist viel zu einfach sich vorzustellen, dass die Leute, die einem wichtig sind, in eine Art Scheintod fallen, wenn man nicht dabei ist. Dass sie wirklich nur dann lebendig werden, wenn sie bei einem sind, und ohne einen nicht wirklich existieren."
Cat Clarke - vergissdeinnicht

"Anfangs wurde ich immer ganz hibbelig, wenn plötzlich nicht mehr gesprochen wurde, als sei es meine Aufgabe, die Konversation am Leben zu halten. Bis ich irgendwann verstand, dass diese Momente der Ruhe kleine Inseln der Erholung waren."
Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz
"Ich möchte kein Leben ohne Romantik. Auch nicht ohne Liebe. Ich bin auch sehr an einem schönen "Für immer" interessiert, ich verstehe nur nicht, woher man die Sicherheit für ein solches Versprechen nehmen kann."
Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz

"Ist es nicht mein Job, meinen Mann so zu lieben, wie er ist?"
Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz

"Ich muss immer das Ende aufschlagen, weil ich wissen möchte, wie viele Seiten das Buch hat, und damit ich weiß, wo die Mitte ist, aber wenn ich die letzten Seiten sehe, saugen meine Augen die Wörter auf."
Rebecca Makkai - Ausgeliehen

"Es ist komisch, wie das Leben funktioniert. Man will etwas und wartet und wartet und es kommt einem ewig vor, bis es eintritt. Dann ist es soweit und es geht vorbei und dann möchte man nichts lieber, als sich in den Moment zurückzuziehen, bevor sich die Dinge verändert haben."
Lauren Oliver - Delirium



"Du glaubst, Märchen sind nur was für Mädchen? Kleiner Tipp: frag dich mal, wer sie geschrieben hat. Ich sag dir, das waren nicht nur Frauen. Das ist die riesengroße Männerfantasie - ein einziger Tanz mit ihr, mehr braucht es nicht, um zu wissen: Sie ist es! Ihr Gesang aus einem Turmfenster oder ein Blick in ihr Gesicht, während sie schläft, mehr braucht es nicht. Und sofort weißt du, sie ist das Mädchen, von dem du schon immer geträumt hast. Und da liegt sie nun schlafend vor dir. Oder sie tanzt mit dir. Oder sie singt für dich. Mädchen wünschen sich einen Prinzen, das stimmt schon, aber Jungs wünschen sich eben auch genauso sehr eine Prinzessin."
Rachel Cohn / David Levithan - Dash und Lilys Winterwunder

"Tessa hatte uns beiden einen Schaden zugefügt, wie andere ihn niemals erahnen konnten. Wir mussten unsere Haut retten. [...] Tillmann kämpfte darum, Tessa hassen zu können. Und ich kämpfte darum, Colin lieben zu können. Ohne diesen Kampf würden wir uns selbst nicht mehr lieben können."
Bettina Belitz - Dornenkuss

"Das ist das, womit du dich nun abfinden musst. Mit deinem Leben. Und ich muss mich mit meiner Unsterblichkeit abfinden. [...] Das schöne Ende für einen Liebesroman hatten wr schon. Dieses hier ist das Ende, welches die Wirklichkeit schreibt. Deshalb fangen Schriftsteller damit an, Dinge zu erfinden. Deshalb gibt es Kitsch."
Bettina Belitz - Dornenkuss

"Jeder Buchstabe behauptete sich als souveränes Kunstwerk, es war ein Ballett von Zeichen, die zu einem betörenden Reigen über die ganze Seite choreographiert waren."
Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

"In meinem Beruf geht es nicht um das Erkennen von guter oder schlechter Literatur. Wirklich gute Literatur wird zu ihrer Zeit selten gewürdigt. Die besten Dichter sterben arm. Die schlechten verdienen das Geld. Das war schon immer so. Was habe ich als Agent von einem dichterischen Genie, das erst im nächsten Jahrhundert entdeckt wird? Dann bin auch ich tot. Was ich brauche, sind erfolgreiche Nichtskönner."
Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

"All die anderen haben nur Arbeit  mit den Büchern. Sie müssen sie schreiben. Lektorieren. Verlegen. Drucken. Verkaufen. Verramschen. Studieren. Rezensieren. Arbeit, Arbeit, Arbeit - wir dagegen müssen sie nur lesen."
Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

"Bei einem Dichter klauen ist Diebstahl, bei vielen Dichtern klauen ist Recherche."
Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

"Man heiratet, um einen Verbündeten gegen seine Familie zu haben."
Jonathan Tropper - Sieben verdammt lange Tage

"Falls du einen Menschen wirklich kennen lernen willst, musst du dich von ihm scheiden lassen."
Elizabeth Gilbert - eat, pray, love

"Jede Frage, die kein eindeutiges "ja" in einem hervorruft, kann man getrost mit einem "nein" beantworten."
Isabel Abedi - Imago

"Brecht always liked people to become aware that they were in a theatre. I said to him more than once, but Brecht, what makes you think they think they're anywhere else? But he had a way of not answering questions he didn't approve of."
Christopher Hampton - Tales from Hollywood

"Ich habe festgestellt, dass sich ganz in der Nähe des Lebens, in dem man zufällig gelandet ist, ein anderes befindet, das man genauso gut hätte führen können."
Margriet de Moor - Erst grau dann weiß dann blau

"Lesen, das war das Gleiche wie sammeln, und sammeln war das Gleiche wie aufbewahren, und aufbewahren war das Gleiche wie erinnern, und erinnern war das Gleiche wie nicht genau zu wissen, und nicht genau zu wissen war das Gleiche wie vergessen zu haben, und vergessen war das Gleiche wie fallen, und das Fallen musste ein Ende haben."
Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen

"Einmal hörte ich einen Stammkunden in der Buchhandlung meines Vaters sagen, wenige Dinge prägten einen Leser so sehr wie das erste Buch, das sich wirklich einen Weg zu seinem Herzen bahne. Diese ersten Seiten, das Echo dieser Worte, die wir zurückgelassen glauben, begleiten uns ein Leben lang und meißeln in unserer Erinnerung einen Palast, zu dem wir früher oder später zurückkehren werden, egal, wie viele Bücher wir lesen, wie viele Welten wir entdecken, wie viel wir lernen oder vergessen."
Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes

"Bücher müssen schwer sein, weil die ganze Welt in ihnen steckt."
Cornelia Funke - Tintenherz 






Zitate über Bücher:

"We need to make books cool again. If you go home with somebody and they don’t have books, don’t fuck them."
John Waters

"Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... we cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access, reassurance."
A.E. Newton

"I must say that I find television very educational. The minute somebody turns ist on, I go to the library and read a book."
Groucho Marx

"Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal wenigstens gelesen zu werden, ist auch nicht wert, daß man es einmal liest."
Karl Julius Weber

"Mit meinen Büchern führe ich die meisten Gespräche."
Seneca

"Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben."
Gustave Flaubert

"Die Kunst des Lesens ist die Fähigkeit, Seiten zu überblättern, auf denen man nichts versäumt."
William Butler Yeats

"Wenn ich für Erwachsene schreibe, dann versuche ich nur, sie zu unterhalten. Aber ein gutes Kinderbuch tut viel mehr als unterhalten. Es lehrt Kinder den Gebrauch von Wörtern, das Vergnügen, mit Sprache zu spielen. Vor allem aber hilft es Kindern, keine Angst vor Büchern zu haben. Wenn sie einmal durch ein Buch hindurchkommen, dann wissen sie, dass Bücher etwas sind, mit dem sie fertig werden. Wenn sie es zu irgend etwas im Leben bringen wollen, müssen sie in der Lage sein, mit Büchern umzugehen. Wenn meine Bücher Kindern helfen, zu Lesern zu werden, dann, so kommt es mir vor, habe ich etwas Wichtiges erreicht."
Roald Dahl

"Nicht diejenigen haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in ihren Schränken aufheben, sondern sie Tag und Nacht in den Händen haben und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken."
Erasmus von Rotterdam